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Lippe

2,3 Tonnen Obst geerntet: Erntezeit auf lippischen Streuobstwiesen beendet

23.Okt. · Detmold Connect Redaktion

2,3 Tonnen Obst geerntet: Erntezeit auf lippischen Streuobstwiesen beendet

Ernte Streuobstwiese 2

Fotograf: Kreis Lippe · Bildquelle: Kreis Lippe

Kreis Lippe. Die diesjährige Obsternte auf den kreiseigenen Streuobstwiesen ist abgeschlossen. Teilnehmer des Freien Ökologischen Jahres bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) haben gemeinsam mit der euwatec gGmbH rund 2,3 Tonnen Äpfel und Birnen geerntet. In Kooperation mit der Lebenshilfe Detmold wird das Obst anschließend zu Saft verarbeitet. „Die Aktion findet bei uns jährlich statt. Es ist ein gelungenes Beispiel für gelebten Naturschutz und regionale Zusammenarbeit! Zudem lernen die Teilnehmer, wie traditioneller Obstanbau und -ernte funktionieren“, erklärt Daniel Telaar, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Lippe. Ernte in echter Handarbeit Anders als im industriellen Obstanbau ist die Ernte auf den Streuobstwiesen mit viel Handarbeit verbunden. Mit Rüttlern und per Hand wurden die Äpfel und Birnen schonend von den Bäumen geholt – Eimer für Eimer. Insgesamt kamen dabei rund 2,3 Tonnen Obst zusammen. Wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen Streuobstwiesen sind nicht nur Lieferanten regionaler Früchte, sondern auch wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Vögel und Insekten finden hier geschützte Nistplätze und Nahrung. Spechthöhlen und Totholz bieten unter anderem Arten wie Steinkauz, Wendehals und Siebenschläfer geeignete Lebensräume. Auch unter den Bäumen herrscht Vielfalt: Wildkräuter und Obstblüten bieten Wildbienen, Schmetterlingen und weiteren Nützlingen ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Zudem können die Flächen mehrfach genutzt werden. Der Kreis Lippe beweidet seine Streuobstwiesen beispielsweise mit Schafen, Ziegen oder Rindern. 16 Streuobstwiesen im Kreis Lippe Der Kreis Lippe besitzt und verwaltet derzeit 16 Streuobstwiesen. Die jährliche Ernte verbindet damit regionale Lebensmittelgewinnung, praktische Umweltbildung und den Schutz der biologischen Vielfalt. Quelle: Kreis Lippe

Quelle: Kreis Lippe