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Kultur

Hochschule für Musik Detmold würdigt Hans Werner Henze zum 100. Geburtstag

28.Okt · Detmold Connect Redaktion

Hochschule für Musik Detmold würdigt Hans Werner Henze zum 100. Geburtstag

Komponist, Dirigent, Autor und Kulturstifter: Die Hochschule für Musik Detmold widmet Hans Werner Henze einen Programmschwerpunkt. (© Schott Music Production)

Fotograf: © Schott Music Production · Bildquelle: HFM

Die Hochschule für Musik Detmold widmet Hans Werner Henze anlässlich seines 100. Geburtstags einen umfangreichen Programmschwerpunkt. Unter dem Titel „Hans Werner Henze_100“ stehen Konzerte, eine Opernaufführung, ein Dokumentarfilm und ein internationaler wissenschaftlicher Kongress auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen Henzes musikalisches Schaffen sowie sein Wirken als Dirigent, Autor und Kulturstifter. Oper in Gütersloh mit Detmolder Studierenden In Henzes Geburtsstadt Gütersloh wird am 1. November um 19.30 Uhr seine Oper „Don Chisciotte della Mancia“ aufgeführt. Die Produktion ist ein Kooperationsprojekt nordrhein-westfälischer Kunst- und Musikhochschulen. Studierende der Gesangsklassen der Hochschule für Musik Detmold stehen dabei auf der Bühne des Theaters Gütersloh. Sie hatten bereits bei einer Aufführung in Montepulciano mitgewirkt. Die Regie übernimmt Michael Dissmeier, Professor für Szenischen Unterricht und Leiter der Opernschule der HfM Detmold. Das Bühnenbild stammt von Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf. Henze und sein Librettist Giuseppe Di Leva bearbeiteten Giovanni Paisiellos komische Oper über den berühmten Ritter Don Quijote und ergänzten sie um eine zusätzliche Theaterszene. Dokumentarfilm über Leben und Wirkung Am 6. November um 20 Uhr wird im Kuppelsaal der Hochschule für Musik Detmold ein Dokumentarfilm über Hans Werner Henze gezeigt. Die Journalisten Philipp Quiring und Holger Preusse beschäftigen sich darin mit dem Leben des Komponisten und seiner Wirkungsgeschichte. Der Eintritt ist frei. Internationaler Kongress zur Neubewertung seines Werks Am 7. und 8. November treffen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn. Der Kongress widmet sich der historischen Einordnung und Neubewertung von Henzes Werk. Neben seiner Musik stehen seine Tätigkeit als Dirigent und Autor, sein kulturpolitisches Wirken sowie seine politischen und gesellschaftlichen Positionen im Fokus. Vorgestellt wird auch ein Forschungsprojekt, in dem eine digitale Ausgabe von Henzes Briefen entsteht. Sie soll neue Einblicke in sein Leben und sein weit verzweigtes künstlerisches und persönliches Netzwerk ermöglichen. Ergänzend wird die vollständig erschlossene Privatbibliothek des Komponisten vorgestellt. Sie wurde 2021 auf Initiative von Professorin Dr. Antje Tumat in die Musikbibliothek Detmold aufgenommen. Henzes „Requiem“ mit dem Hochschulorchester Den musikalischen Rahmen des Kongresses bilden zwei Konzerte. Am 7. November um 19.30 Uhr spielt das Hochschulorchester unter der Leitung von Florian Ludwig Henzes „Requiem“. Als Solisten wirken die Detmolder Professoren Alfredo Perl am Klavier und Klaus Bräker an der Trompete mit. Das Werk verbindet die traditionelle Form der Totenmesse mit einer ungewöhnlichen Besetzung: Statt eines Chores erklingen neun rein instrumentale Sätze für großes Kammerorchester, Klavier und konzertierende Trompete. Persönliche Erfahrungen und Verluste prägen die Musik, die Trauer und Verletzlichkeit mit Momenten innerer Widerstandskraft verbindet. Zum Abschluss des Kongresses präsentiert die Banda Vocale am 8. November um 18 Uhr zwei weitere Werke Henzes: „Lieder von einer Insel“ und „Orpheus behind the wire“. Informationen zu Tickets und Veranstaltungen Informationen zu Eintrittspreisen und Karten bietet der Konzertkalender der Hochschule für Musik Detmold: www.hfm-detmold.de/konzerte Quelle: Hochschule für Musik Detmold

Quelle: Hochschule für Musik Detmold