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Kultur

„Musik und Gesellschaft gemeinsam weiterdenken“

21.10 · Detmold Connect Redaktion

„Musik und Gesellschaft gemeinsam weiterdenken“

Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling begrüßt HfM-Rektorin Prof. Godelieve Schrama im Amt.

Fotograf: HfM Detmold / Sebastian Nehmzow · Bildquelle: Hochschule für Musik

Detmold. Prof. Godelieve Schrama ist am Freitag, 16. Oktober 2026, offiziell als neue Rektorin der Hochschule für Musik Detmold eingeführt worden. Ihr Amt hatte die gebürtige Niederländerin bereits am 1. Oktober angetreten. Bei der Feier im Konzerthaus kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft sowie Mitglieder der Hochschule zusammen. Schrama bringt langjährige Erfahrung als international tätige Harfenistin, Professorin und Hochschulmanagerin mit. Sie ist seit 2001 Professorin für Harfe an der Hochschule. Im Dezember 2025 wählte der Senat sie zur Rektorin. Von 2016 bis 2020 war sie Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, anschließend bis 2026 Prorektorin für künstlerische Angelegenheiten. Musik als wichtiger Teil der Gesellschaft In ihrer Ansprache unterstrich Schrama die gesellschaftliche Bedeutung von Musik. Die Hochschule solle ihre klassische Tradition mit innovativen und experimentellen Ansätzen verbinden, neue Zugänge zum Musizieren schaffen und junge Menschen frühzeitig für Musik begeistern. Zu ihren Zielen zählen die Förderung des musikalischen Nachwuchses, eine stärkere gesellschaftliche Vernetzung und die internationale Sichtbarkeit der Hochschule. Darüber hinaus möchte sie die Zusammenarbeit innerhalb der Hochschule weiterentwickeln und gute Bedingungen für Studium, Lehre und Arbeit schaffen. Auch Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, würdigte Schrama in einem Videogrußwort. Sie hob die Bedeutung der Hochschule für die kulturelle Vielfalt und die musikalische Bildung hervor und wünschte der neuen Rektorin viel Erfolg für ihre Aufgabe. Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling betonte die Bedeutung einer engen Verbindung zwischen der Hochschule, Ostwestfalen-Lippe und der Gesellschaft. Musik sei ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Gemeinsames Ziel müsse es sein, künstlerische Freiheit zu schützen und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Internationale Karriere an der Harfe Schrama studierte Harfe am Königlichen Konservatorium in Den Haag sowie bei der französischen Harfenistin Germaine Lorenzini. 1996 erhielt sie den Niederländischen Musikpreis. Neben dem klassischen Repertoire widmet sie sich insbesondere der zeitgenössischen Musik. 25 Jahre lang war sie Mitglied des ASKO|Schönberg Ensembles. Außerdem arbeitete sie mit zahlreichen Orchestern, Komponistinnen und Komponisten zusammen und initiierte neue Werke sowie interdisziplinäre Projekte. Die Amtseinführung wurde musikalisch von Lehrenden der Hochschule mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart gestaltet. Beteiligt waren Alfredo Perl am Klavier, Mirijam Contzen an der Violine, Veit Hertenstein an der Viola und Alexander Gebert am Violoncello. Darüber hinaus trat das Hochschulensemble Pop-Up unter der Leitung von Anne Kohler auf.

Quelle: Hochschule für Musik