Evangelisch-reformierte Kilianskirche, Schötmar
- Datum
- Uhrzeit
- 19:00 Uhr
- Ort
- Lemgo, Schötmar, Lage, Steinheim
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Lippe. Wenn sakrale Ernsthaftigkeit auf italienischen Opernwitz trifft und fünf Chöre ihre Stimmen vereinen, entsteht mehr als ein gewöhnliches Konzert. Mit Gioachino Rossinis „Petite Messe Solennelle“ bringen fünf Chorgemeinschaften aus der Region ein anspruchsvolles Werk auf die Bühne und setzen zugleich ein Zeichen für kulturelle Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg. Beteiligt sind die Singgemeinschaft St. Marien Lemgo unter der Leitung von Volker Jänig, die Kantorei St. Nicolai Lemgo unter Frank Schreiber, die Kantorei der evangelisch-reformierten Kilianskirche Schötmar unter Uta Singer, die Kantorei der Marktkirche Lage unter Julian Weller sowie der Konzertchor Vocale Steinheim unter Jonathan Dräger. Die Chöre überwinden bewusst das örtliche „Kirchturmdenken“, um gemeinsam ein großes musikalisches Projekt auf die Beine zu stellen. „Gerade in unserer ländlichen Region zeigt dieses Projekt, wie wertvoll kulturelle Zusammenarbeit ist. Das lebendige Miteinander über Stadtgrenzen hinweg schafft Verbindungen und macht ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis möglich, das keine der Chorgemeinschaften allein auf die Beine hätte stellen können“, erklärt Volker Jänig, bei dem die organisatorischen Fäden zusammenlaufen. Rossini zwischen Andacht und Opernwitz Gioachino Rossinis „Petite Messe Solennelle“ ist ein ungewöhnliches Werk. In ihrer Originalfassung wurde die Messe für vier Solisten, einen zwölfköpfigen Chor, Klavier und Harmonium geschrieben. Die reduzierte Besetzung verleiht der Komposition einen kammermusikalischen Charakter, in dem einzelne Stimmen, Klangfarben und musikalische Details besonders zur Geltung kommen. Bei den Aufführungen in Lippe wirken rund 150 Sängerinnen und Sänger mit. Trotz dieser deutlich größeren Chorbesetzung soll der intime Charakter des Werkes erhalten bleiben. Das Klavier setzt rhythmische Akzente, während das Harmonium für einen besonderen, beinahe sphärischen Klang sorgt. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Rossini, der vor allem für seine Opern bekannt ist, verbindet in der Messe geistliche Ernsthaftigkeit mit überraschender Leichtigkeit. Das Werk dauert rund 90 Minuten und führt von stillen, andächtigen Passagen bis zu musikalisch kraftvollen Höhepunkten. Die ungewöhnliche Tempobezeichnung „Allegro cristiano“ beim Beginn des „Credo“ ist ein Beispiel für Rossinis augenzwinkernden Umgang mit musikalischen Konventionen. Diese Künstler wirken mit Neben den fünf Chören stehen vier Solisten auf der Bühne: Carolin Franke (Sopran) Pia Pehlivan (Alt) Jonathan Dräger (Tenor) Andreas Elias Post (Bass) Am Klavier begleitet Doris Findorff-Rasche, am Harmonium spielt Christoph Lahme. Die musikalische Leitung teilen sich die beteiligten Chorleiter. Vier Konzerte in Lippe Die „Petite Messe Solennelle“ wird an vier Abenden in der Region aufgeführt. Samstag, 14. November 2026, um 18 Uhr Kirche St. Marien, Lemgo Sonntag, 15. November 2026, um 16 Uhr Evangelisch-reformierte Kilianskirche, Schötmar Dienstag, 17. November 2026, um 19 Uhr Katholische Kirche St. Marien, Steinheim Mittwoch, 18. November 2026, um 19 Uhr Marktkirche, Lage Informationen zu Eintrittspreisen und Vorverkauf für alle vier Termine sind auf der zentralen Internetseite des Projekts verfügbar: Tickets und Informationen zur „Petite Messe Solennelle“ Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie Musik Menschen und Orte miteinander verbinden kann. Mit fünf Chören, vier Solisten und einer außergewöhnlichen Komposition verspricht es ein besonderes Konzerterlebnis für Musikliebhaber in Lippe.

